Radfahren im Odenwald – Unsere 5 Lieblingstouren durch die Heimat

  28. August 2019, Max-Raphael Feibel
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August und September sind optimale Monate zum Radfahren: es ist oft nicht mehr ganz so heiß wie im Juli, aber noch warm genug und die Natur zeigt sich von ihrer grünsten Seite. In unserer Heimat, dem Odenwald, lässt es sich wunderbar radfahren – zu jeder Jahreszeit. Doch gerade im Hoch- und Spätsommer blühen im Odenwald viele Obstbäume und auf den Hügeln und Bergen weht ein angenehmer Wind.


Der Odenwald bietet außerdem für jeden Radfahrer-Typ zahlreiche Radstrecken mit gut ausgewiesenen Wegen. Egal ob es gemütlich und entspannt ohne Steigungen oder sportlich mit Berganfahrten zugehen soll, hier im Dreiländereck gibt es sehr viel zu entdecken. Die Landschaft reicht von Streuobstwiesen über dichten, verwunschenen Wäldern bis zu Flusstälern. Wir stellen heute unsere 5 Lieblingsradtouren im Odenwald vor, bei denen für jeden etwas dabei ist:


1. Hirschhorn – Heidelberg mit alter Brücke


Schwierigkeitsgrad: Schwer
Distanz: ca. 50km
Dauer: ca. 3h bei 16 km/h
Steigung: ca. 500m
Verkehrsmittel: Fahrrad, Fähre


Radfahrer am Feldrand

Bei dieser Tour solltet ihr fit und sportlich sein, denn es gibt hier einige Abschnitte, die sich auf unbefestigten Wegen befinden. Los geht’s am Bahnhof von Hirschhorn (Neckar) von wo aus ihr nach ca. 8km zur Vier Burgen Sicht bei Neckarsteinach gelangt. Hier habt ihr eine wunderbare Aussicht ins malerische Neckartal mit den vier Burgen Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und die Burg Schadeck und den mittelalterlichen Stadtkern. Die Uferpromenade ist außerdem vom Autoverkehr befreit und eignet sich daher sehr gut zum Radeln.

Von dort aus geht es weiter nach Heidelberg, wo ihr zum Beispiel an der alten Brücke Halt machen könnt. Die zahlreichen Restaurants in der Altstadt laden außerdem für eine kleine Stärkung ein. Auf dem Rückweg nach Hirschhorn passiert ihr das bekannte Benediktinerkloster Stift Neuburg sowie die Schleuse in Neckargemünd und radelt so am Neckar entlang wieder zurück nach Hirschhorn. Auf dem letzten Stück nehmt ihr schließlich noch die Fähre, um wieder auf die andere Neckarseite zu gelangen.

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2. Mainradweg bei Lautenbach – Aschaffenburg Runde von Miltenberg


Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer
Distanz: ca. 81km
Dauer: ca. 5h bei 17 km/h
Steigung: ca. 200m
Verkehrsmittel: Fahrrad


Radfahrer am Feldrand

Diese Tour erfordert eine gute Kondition, auch hier gibt es Abschnitte mit unbefestigten Wegen. Start ist der Bahnhof in Miltenberg, von dort aus fahrt ihr auf dem Mainradweg bis nach Klingenberg, wo ihr zur Burgruine Clingenburg kommt. Die um 1100 erbaute Stauferburg liegt in Weinreben über dem mittelalterlichen Stadtkern. In der kleinen Stadt gibt es viele kleine Restaurants, in denen ihr gutbürgerliches Essen und erlesene Weine genießen könnt.

Von dort aus geht es weiter am Main entlang, bis ihr an Aschaffenburg vorbeifahrt. Die unterfränkische Stadt bietet eine sehenswerte Altstadt mit tollen Parks und Einkaufsmöglichkeiten. Hier solltet ihr unbedingt ein bisschen Zeit für einen Besuch der Johannisburg und dem dazugehörigen Schlossgarten einplanen. Die Burg wurde im Renaissancestil erbaut und diente den Mainzer Erzbischöfen als Sitz. Von dort aus geht es wieder zurück auf dem Mainradweg bis zum Ausgangspunkt in Miltenberg.

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3. Wertheim – Freudenberg-Kirschfurt


Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer
Distanz: ca. 53km
Dauer: ca. 3h bei 17 km/h
Steigung: ca. 200m
Verkehrsmittel: Fahrrad


Fahrrad mit Odenwald Quelle Apfel-Pfirsisch-Schorle Flasche

Diese Tour ist mittelschwer, läuft aber größtenteils über befestigte und sichere Radwege. Ihr startet in Freudenberg-Kirschfurt am Bahnhof. Nach ca. 9km erreicht ihr die Sandstein-Felswand bei Dorfprozelten, die ein interessantes Farbspektakel bietet. Hier gibt es einen Biergarten, bei dem ihr eine Pause einlegen könnt. Weiter geht es über den Mainuferweg Faulbach, der mit vielen Aussichtspunkten und Bänken zum Radfahren und Umsehen einlädt.

Auf dem Promenadenradweg bei Kreuzwertheim nach ca. 22km könnt ihr sehen, wie die Tauber in den Main mündet. Dann gelangt ihr nach Wertheim, eine mittelalterliche Stadt mit vielen kleinen Fachwerkhäusern und einem schönen Marktplatz – ein idealer Ort, um nochmal eine kurze Pause in einem der vielen Cafés zu machen und sich die nördlichste Stadt Baden-Württembergs anzusehen. Zurück geht es wieder über den Mainradweg nach Freudenberg-Kirschfurt.

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4. Der Neckar bei Binau – Roberner See Haßmersheim


Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer
Distanz: ca. 46km
Dauer: ca. 3h bei 14 km/h
Steigung: ca. 370m


Radfahrer am Feldrand

Bei dieser Tour braucht ihr eine gute Kondition, könnt aber größtenteils auf befestigten Wegen fahren. Ihr startet an der Bushaltestelle Hochhausen, von wo ihr nach 7km nach Binau am Neckar kommt. Hier habt ihr einen wunderschönen Blick auf die Natur und den Neckar, außerdem ist der Radweg getrennt vom Autoverkehr. Danach passiert ihr die Staustufe Guttenbach und erreicht schließlich nach ca. 13km die Minneburg und Neckargerach. Die Minneburg bietet eine tolle Aussicht auf das Neckartal, die Begehung der Runie selbst ist jedoch wegen Steinschlag gesperrt.

Weiter geht es zum Roberner See, ein ruhiger und mystischer See, der zum Erholen und Erkunden einlädt. Über den alten Bahnhof Lohrbach geht es weiter, bis ihr zu einem alten Wasserrad kommt: ein Anblick, den es heute nicht mehr allzu oft gibt. Von dort aus sind es nicht mehr viele Kilometer bis zum Ausgangspunkt in Hochhausen.

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5. Heidersbacher Mühle – Runde von Limbach


Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer
Distanz: ca. 32km
Dauer: ca. 2h bei 14 km/h
Steigung: ca. 290m
Verkehrsmittel: Fahrrad


Radfahrer Familie bei Ausflug

Diese Tour erfordert ebenfalls eine gute Kondition, hier gibt es einige Abschnitte auf unbefestigtem Untergrund. Gestartet wird auf dem Schulparkplatz in Limbach, von wo aus ihr schon nach 3km die Heidersbacher Mühle im Elztal erreicht. Hier gibt es einen Gasthof mit gutbürgerlichem Essen mitten im Grünen direkt neben der Mühle.

Nach ca. 9km kommt ihr zum Sandsteinviadukt Dallau: hier fühlt man sich bei gutem Wetter fast wie in Italien. Nach 16km erreicht ihr ein Wasserrad mitten im Wald, weiter geht es vorbei am alten Bahnhof von Lohrbach bis zum ehemaligen Bahnhof Robern, der Teil des Odenwald Express war. Eine kleine Hütte und ein Signal erinnern daran. Nach 27km kommt ihr im kleinen Ort Krumbach zum Friedrich-Ebert-Denkmal, dessen Vater aus Krumbach kam. Von dort aus kommt ihr wieder zurück nach Limbach zur Schule.

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Über den Autor
Tim Schmidt

Tim Schmidt

Tim Schmidt arbeitet als freier Redakteur für die Odenwald Quelle. Er ist besonders im Mannheimer Raum für seinen Stadtblog MaWayOfLife bekannt.